Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerglück, n.

widerglück, n.,
unglück, miszgeschick; widerglük Schottel haubtspr. (1663) 654; wiederglück fortuna novercalis Stieler stammb. (1691) 675: wie fein ist es solche begirden im gemüt fürzenemmen welche du (wenn das widerglück da ist) könnest ein weniglin mässigen (lat.: quom res aduorsae sient) Boltz Terenz deutsch (1539) 156ᵇ;
kein stand, kein alter ist
für wieder glück gefristet
bei Fischer-Tümpel evang. kirchenlied 3, 39;
ach, ach, widerglükk der hirten,
die nicht hirten mehr bewirten,
wälder sind ihr feld und welt
Birken forts. d. Pegnitzschäferey (1645) 37;
erkenne deine schuld, sprich, herr, mein fleisch und blutt
die gauckeley der welt, und satans jäger-stricke, die haben, o mein gutt,
mein erbtheil! mich gestürzt in dieses wider-glücke
Gryphius poet. wälder (1707) 110.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1019, Z. 25.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„widerglück“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widergl%C3%BCck>.

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