Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerhaarigkeit, f.

widerhaarigkeit, f.,
Campe 5 (1811) 700ᵇ. 1) von personen 'widersetzlichkeit, widerspenstigkeit': bei uns, wo die ekelhafte widerhaarigkeit der fürsten ihnen (den Staufern) die krone verleidete Immermann w. 19, 19 Hempel; (ein blick,) der sonst die keckheit und widerhaarigkeit des gesindes ... sofort in den grund zu bohren pflegte Rosegger schr. (1895) I 1, 110; die widerhaarigkeit der angestammten einwohner der stadt H. Brugsch mein leben (²1894) 270. 2) von sachen und gegebenheiten: doch behält der stoff allezeit eine gewisse widerhaarigkeit, und meine muse, die ärmste, musz schon gegen den stachel lecken (1841) Lenau in: tageb. u. br. 196 Castle; und so mit gott, trotz Türken und Russen, trotz silberagio und anderer widerhaarigkeiten ruhig weiter (1854) Hebbel br. 5, 146 Werner; auch das einfachste menschenleben (hat) seine widerhaarigkeiten Rosegger schr. (1895) III 5, 456.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1021, Z. 65.

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Zitationshilfe
„widerhaarigkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerhaarigkeit>.

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