Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerkeifen, vb.

widerkeifen, vb.,
keifend widersprechen. vgl. das mhd. und mnd. vereinzelt bezeugte subst. (zu keib teil 5, sp. 429, keif 5, sp. 441):
doch willic siez allez tâten,
und genendic âne widerkîf
Ulrich v. Eschenbach Wilhelm v. Wenden 4746 Toischer;
Moyses sundyghede by dem watere des wedderkiues aqua contradictionis (Luther: haderwaszer) bei Schiller-Lübben 5, 628ᵇ; widerkeifen ist in verschiedenen lautungen (s. keifen teil 5, sp. 442, kiefen sp. 669) jeweils nur selten bezeugt. lexikal.: impugnare widderkiffen (md.), weder kiuen (nd.) Diefenbach gl. 290ᵇ; obniti wederkiuen (nrh.) ebda 388ᵃ; rebellisare wederkiuen (nd.) ebda 486ᵃ; (in anderer auffassung: wiederkeifen continuare rixas, jurgia repetere Stieler stammb. [1691] 937). nur selten literarisch: unde gheven sik an des koninghes hulde, wente se seghen wol, dat dar nyn wederkivent was Lübecker chron. 1, 282 Grautoff; und doch immer den vorsatz brach, und durch wiederbellen und wiederkeuffen sie (die eltern) zum zorn und zanck bewegte Adam Bernd lebensbeschr. (1738) 1, 102.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1081, Z. 46.

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Zitationshilfe
„widerkeifen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerkeifen>.

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