Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerlassen, wiederlassen, vb.

wi(e)derlassen, vb.
mhd. widerlâzen, -lân, mnd. wedderlaten. vereinzelt lexikalisch für vesitare (bed.?) wedderlaten (15. jh., nd.) Diefenbach gl. 615ᵇ. die augen wiederlassen den blick erwidern:
und alse Tristan denne
sin ougen eteswenne
durch aventiure an si verlie,
so widerlie sir ougen ie
Gottfried v. Straszburg Tristan 19 078 Ranke.
jem. etwas aufs neue überlassen (häufiger nur rechtssprachl.): daz wir den Wiere ze A., den umbe uns die ... koͧft habton, widerlant und widergelazen hant (1289) württemb. urkundenb. 9, 315; die selben huͦben ... han wir baide widergelassen und widergegeben lideclich und lere dem apt (1344) württemb. geschichtsqu. 9, 239; widerkehren lassen: wann mein gott der als gewaltig der mache euch im geuellich: vnd er widerlaus (var. herwiderlasz) mit euch euwern bruͦder (remittat, gen. 43, 14) erste dt. bibel 3, 193 Kurr. wiederzurücksenden: so bald sy (die bücher) im abgeschriben wurden, inen wöllen on alles mittel und hindrung zuͦ irem ort und gewalt widerlaussen werden Oheim Reichenauer chron. 43 lit. ver. refl. 'sich verlassen': darumb kein weisser sol sich noch widerlassen vff die dispensacion Pauli Keisersbergs narrenschiff (1520) 72ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1098, Z. 73.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„widerlassen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerlassen>.

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