Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerlaut, m.

widerlaut, m.,
was widerhall, -klang. echo wederlut (nd. 1417) Diefenbach nov. gl. 144ᵃ; resonantia ein widerlawt ders., ml.-hd.-böhm. wb. 237; gedon oder wiederlaut stridella i. resonantia, voc. theut. (Nürnberg 1482) k 4ᵃ; wieder- sive gegenlaut, echo Stieler stammb. (1691) 1093; echo der wiederschall, oder wiederlaut Noel Chomel öcon.-physic. lex. (1750) 3, 630 (nicht bei Adelung, Campe). literarisch selten: das wort Abba findet ein widderlaut in coelo, qui lautet: lieber son (1540) Luther 49, 11 W.; die stimme der lüge, die in tausend wiederlauten und wiederhallen von den verschiedensten seiten so unschuldig erklang, (schien) für viele endlich fast eine stimme der wahrheit zu werden E. M. Arndt schr. (1845) 2, 437; er gab kräftig widerlaut (rufend antwort, vgl. lautgeben) und ging den rufen nach quelle a. d. j. 1917. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1101, Z. 64.

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Zitationshilfe
„widerlaut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerlaut>.

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