Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerleger, m., nomen agentis

widerleger, m., nomen agentis
zu widerlegen 4; lexikalisch: wiederleger refutans Stieler stammb. (1691) 1117; widerleger rifutatore Kramer t.-ital. 1 (1700) 925ᶜ; wiederleger confutator Steinbach dt. wb. (1734) 1, 1022 (nicht bei Adelung); widerleger Campe 5 (1811) 701ᵃ. gut bezeugt vom 17. bis 19. jh. für den gegner im literar. oder religiösen meinungsstreit: unterdessen kan Mutzius Panse ... und sein wiederleger Matz Strozza ... gelesen werden Zesen verm. Helikon (1656) 4, 150; widerleger und ankläger des herrnhuthischen übels Schütze Herrnhuthianismus in literis (1752) 1, 92; es ist gewisz der wahrheit nichts so gefährlich, als wenn einseitige meinungen einseitige widerleger finden Schiller 1, 142 G.; dennoch waren wir bei weitem früher mit den widerlegern dieser freigeistigen sekte in England und Frankreich bekannt geworden, als mit den widerlegten selbst Gervinus gesch. d. dt. dichtung (1853) 4, 78. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1108, Z. 36.

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Zitationshilfe
„widerleger“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerleger>.

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