Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerlehnen, vb.

widerlehnen, vb.,
in verschiedenen bedeutungen, jedoch jeweils nur vereinzelt belegt; mundartlich: wętə— laainə anlehnen Meisinger Rappenau 230. sich gegen etwas lehnen, stützen: über das ist einem bauren nicht wohl möglich, dasz er frei stehn kann, er musz einen ort suchen, wo er sich widerlehne (nach einer qu. v. 1684) G. Freytag ges. w. 20 (1888) 435. sich gegen jemanden auflehnen: Luther ein junger münch, widerleint sich dem keiser J. Nas antipap. eins u. hundert (1567) 5, 458ᵃ. etwas ablehnen, abstreiten: liebe soldaten, was die bastei dieses namens ('elendbastei') in Wien anlangt, kann ich nicht widerleinen, aber ihr bekleidet mir insgemein den tod mit lauter elendleder (auch ist jeder tod elend) Abr. a s. Clara w. 2, 200 Strigl.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1111, Z. 44.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„widerlehnen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerlehnen>.

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