Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerlicht, n.

widerlicht, n.
seit dem 18. jh. bezeugt; vereinzelt: wie durchaus ihre und meine gedanken im widerlicht standen Hermes f. eltern u. ehelustige (1789) 4, 250. 'abglanz, reflex': ein milder glanz schwamm über den fluren, ein helleres wiederlicht um die berggipfel Zschokke s. ausgew. schr. (1824) 25, 177. übertr.: so wie diese (die tugend) die unmittelbar wirkende gottheit unter den menschen und das wunderbare widerlicht der höhern welt ist, so ist es auch die fabel Novalis schr. 4, 234 Minor;
den trüben greisenblick verklärten widerlichter
von einstiger jugend und erinnerungsgesichter
vergangner dinge
Spitteler olymp. frühling (1911) 2, 167.
nach zs. d. allg. dt. sprachv. 36 (1921) 103 von Spitteler für reflex empfohlen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1115, Z. 43.

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wettermännlein widerprellen
Zitationshilfe
„widerlicht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerlicht>.

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