Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerlitzen, wiederlitzen, vb.

wi(e)derlitzen, vb.,
stumpf machen. nur alem. in mhd. und frühnhd. zeit, s. litzeⁿ 'falten, stülpen, umbiegen', schweiz. id. 3, 1564. im eigentlichen sinne zunächst wohl das zurückbiegen einer schneide oder spitze: 'obtundo ein schneyden vnd scherpffe widerlitzen' Frisius dict. (1556) 901ᵇ; in heutiger ma. kaum gebräuchlich: we'derlitza, widerlitza abstülpen Tobler Appenzell 442ᵃ. literar. selten belegt:
da von ich dine nvwen
martir niht entsitze
noch dines mordes bitze
ich tore dine witze
din hovart ich wider litze
Hugo v. Langenstein Martina 234 lit. ver.;
du solt nicht sein boszheit mit deiner boszheit widerlitzen und geschweigen Chr. Bruno de instit. feminae christ. (1566) 57ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1117, Z. 6.

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Zitationshilfe
„widerlitzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerlitzen>.

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