Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widermütig, adj.

widermütig, adj.,
schwermütig, traurig; feindselig. -ig-ableitung seit Notker, mhd. widermüetic neben widermüete (ahd. uuidermoti s. Graff 2, 692). mnd. 'weddermodich unmutig, unwillig, widerwillig' Schiller-Lübben 5, 631ᵇ. nur wenige mhd. und frühnhd. belege: (Paulus) qvi privs fvi blasphemvs et persecvtor et inivriosvs (gl. uuidermuôtig) Notker ps. 55, 9 Piper; nit betrûbelich, nit wedermûtich Oxforder Benediktinerregel bei Lexer 3, 845; er ... ward trurig und widermuͤtig gen got Seuse dt. schr. 152 Bihlm.; von dem tag, als der künig Senespa erschlagen hat, jst er bisher trurig vnd widermüttig gewesen buch d. beisp. d. a. weisen 72 lit. ver.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1122, Z. 68.

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Zitationshilfe
„widermütig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerm%C3%BCtig>.

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