Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerrat, m.

widerrat, m.,
das dagegenraten. kaum übliches wort, häufiger ist der substantivierte infin. von widerraten [wiederraht et wiederrahtung dissuasio Stieler stammb. (1691] 1518):
(der geist zum leib:)
du lieze mich keine gutat
dun: ez waz din wider rat.
zu bösen dingen du dich zuͦge
Heinrich v. Neustadt visio 74 Singer.
formelhaft: nach viel rates unnd widerrates sind wir Teutschen doch alle in die galer kommen Fabri eigentl. beschr. (1557) 7ᵇ. in bes. bedeutung, (zu rat 7 'wille, vorsatz' teil 8, sp. 166f.; vgl. hasz und widderwille in demselben brief): vnd vnder andern, domitt er sich ihe meynet an denen, do er seynen hasz vnd widderradt auffgeworffen, zu rechen (1542) bei Luther br. 10, 180 W.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1140, Z. 63.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widerrat“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerrat>.

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