Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerredung, f.

widerredung, f.,
einspruch, widerspruch; selten bezeugt (vgl. widersagung und widersprechung); reclamatio widerschreyung, widerredung Calepinus XI ling. (1598) 1230ᵃ; wiederredung responsio, exceptio, contradictio, confutatio, controversia Stieler stammb. (1691) 1547: du hast uns gesatzt ze widerredung unsern umbsezzen; pey dem wazzer der widerredung Heinrich v. Mügeln bei Khull z. mhd. wb. 23 (hier als übersetzung des biblischen contradictio); dagegen: wann auch uff Mariae Magdalenae järlichs die zwen meister und knecht gewhelet werden, wann dann einer darwieder redt, soll in wiederredung desz meisters einen gulden und in wiederredung des knechts die halben gulden zur busz verfallen sein (1610) Frankf. zunfturk. 1, 62 B. Schmidt. vereinzelt im sinne von 'wiederholung': repetitio ein widerredung gemma gemm. (Hagenau 1510) x 4ᵇ; dise wort alle redt die Thais in widerredung (nachsprechend) glich wie yr die magt geantwurt hat Terenz deutsch (1499) L 2ᵃ (glosse). —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1150, Z. 57.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widerredung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerredung>.

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