Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerscheinig, adj.

widerscheinig, adj.:
das ander zeychen ist von dem harn. wann des harns wenig ist, vnd klor vnd subtil, vnd widerschinig, vnd ist ein wenig gelbfar Gersdorff wundarzney (1517) 72ᵇ. in westlichen obd. mundarten örtlich fortlebend als widerschînig 'reflektierend', schweiz. id. 8, 832; widerschinig 'widerscheinend, phosphoreszierend, von leuchtendem faulen holz' und 'blendend, vom rückstrahlenden sonnenlicht' Martin-Lienhart elsäss. 2, 417ᵇ. mundartl. auch von changierenden farben, vgl. ob. widerschein 1 b sp. 1178: wederschînig 'in andere farben überspielend, schillernd, changeant'; dat is 'ne wederschînige dûwe Schambach Göttingen 290; werəšineΧ 'in mehreren farben leuchtend' Hofmann niederhess. wb. 263ᵇ. im schwäb. auch im sinne von 'schattig': 'ein schattiges, wenig sonniges grundstück ist widerscheinig' Fischer 6, 791. vgl. dazu widerschein als 'schatten' sp. 1176. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1184, Z. 56.

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Zitationshilfe
„widerscheinig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerscheinig>.

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