Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerschnall, m.

widerschnall, m.,
'ictus contrarius gegenstreich, gegenputsch, widerschnall' Frisius dict. (1556) 325ᵃ; repulsus widerstossz, gegenstossz, widerschnall ebda 1143; widerschnall der waͤllen repercussus maris Maaler teutsch. spr. (1561) 497ᵃ. nur frühnhd. belege (meist) aus alem. quellen (vereinzelt noch mundartlich, vgl. schweiz. id. 9, 1216; wiederschnall wiederhall echo Stalder 2, 449):
die Glarner kartend sich umbe,
si tatend ein widerschnall,
sie wurfend mit hempflichen steinen
dasz in dem berg erhall
bei Liliencron hist. volkslieder 1, 147ᵇ;
es bewegt auch den schlaff, so wir einen hoͤren mit starcker voͤlliger stimm etwas lesen ... des mag ein vrsach sein der widerschnall der starcken stimm im hirn, daruon das selbig beteubt wirt Ryff spiegel d. gesundth. (1544) 81ᵇ. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1190, Z. 46.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widerschnall“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerschnall>.

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