Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widersichtig, adj.

widersichtig, adj.,
nur wappenkundl. 'gerade stellung des kopfes eines tieres, so dasz man dessen beide augen sehen kann, rencontre' Schrader dt.-frz. wb. (1781) 2, 1624ᶜ, ähnlich Liechtenstern-Schiffner allg. dt. sachwb. 10 (1831) 363ᵃ; sonst nicht gebucht, vgl. jedoch wi(e)dersehen 2 'zurücksehen'. selten und nur in hess. und thür. quellen belegt: dez geb wir im disen brif durch seinir bete willen czu eim worczaichen einer rechten widirsproch dez vorgenanten konfez um Arnstet under unsem widirsichtigen adlar, daz doz an seinen willen unnd wissen geschechen sei (1335) urkundenb. d. st. Arnstadt 74 Burkhardt; die hern von Franckensteyn ... furtin eynen wissen widdersichtigen lewen in eyme rotin felde in erme wapen (um 1495) Wigand Gerstenberg chronik 33 Diemar;
das sie mit willen geteylet han,
ihr landt (Katzenellenbogen) dartzu das wappen schon,
von altem das wappen so wahr
ein wiedersüchtig lowen zwar,
von farben rott im gulden feldt
hess. reimchronik 150 Adrian.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1208, Z. 7.

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Zitationshilfe
„widersichtig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widersichtig>.

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