Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widersinnlichkeit, f.

widersinnlichkeit, f.,
zum vor., wohl beeinfluszt durch widersinnigkeit (s. d.). belege aus dem 17. u. 18. jh. im sinne 'widerspenstigkeit':
ist etwann auch der mann von so geschmiegnen sinnen
dasz er noch vor der frau den frieden will beginnen, ...
so huͤte dich, mein kind, mit wiedersinnlichkeiten
ihn von dem haupt und hand zu stossen, wegzuleiten
J. Cats, sinnreiche wercke (1711) 2, 258;
zu dergleichen widersinnlichkeit verleitet Pierot, d. amerik. freibeuter (1742) 1, 31. 'widersprüchlichkeit': warum die ruchlosen kein juͤngstes gericht glauben ... was von jenen (den frommen) gehofft, wird von diesen gescheut; von jenen gefürchtet, von diesen thoͤrlich verlacht; von jenen geglaubt, von diesen verleugnet. wann solche widersinnlichkeit irgendwo erhellet, so eräuget sie sich in bedenckung desz juͤngsten gerichts Francisci d. letzte rechensch. (1681) 79; die offenbahre und handgreiffliche widersinnlichkeit und contradiction ihrer meinung Cario neue hall- u. thonkunst (1684) 46.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1215, Z. 70.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widersinnlichkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widersinnlichkeit>.

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