Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerspännisch, adj., adv.

widerspännisch, adj., adv.,
wie widerspän(n)ig (s. o.) gebraucht; quelle v. j. 1527 bei Fischer schwäb. 6, 794; die weil es in der welt so widerspennisch zuͦgeet J. Brenz prediger Salomo (1528) 52ᵃ. reynfahrnkraut ... vertreibt wunderbarlich die bösen widerspennische feber Tabernämontanus kräuterb. (1588) 51; vgl. widerspän(n)ig 7 und widerspenstig 6. von romantikern wieder verwendet:
ich bin nie dem himmel widerspänn'sch
A. W. Schlegel in: Athenäum (1798) 3, 163;
als herr despot, als diener widerspänn'sch
Gaudy s. w. (1844) 2, 7;
und patentirte briganten ... fallen mit dem geheul: die pässe! dem ghibellinischen triumphator in die zügel der rosse und geberden sich widerspännisch und bärbeiszig ebda 19, 151. mundartlich im sinne 'widerspenstig': wiəderspennisk (?) Woeste-N. westf. 322ᵇ und 410ᵃ; wedderspȫnsch Mensing schlesw.-holst. 5, 563, der das wort zu spoon 'schidia' stellt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1224, Z. 59.

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Zitationshilfe
„widerspännisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widersp%C3%A4nnisch>.

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