Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerspänniglich, adv.

widerspänniglich, adv.
zu widerspän(n)ig (s. o.). lexika verzeichnen es vom 15. bis zum beginnenden 18. jh. für: proterve Diefenbach gl. 468ᵃ; obnixe, proterue, repugnanter, obfirmate, obstinate, prefracte, pertinaciter, contumaciter Frisius dict. (1556) 894ᵃ; 1083ᵇ; 1148ᵃ und dictionariolum (1556) 2, 288ᵃ; obstinement Hulsius-Ravellus teut.-frz.-it. (1616) 411ᵇ; obfirmate Dentzler clavis ling. lat. (Basel 1716) 1, 275ᵃ. hervorgehoben sei: pugnaciter streitbarlich, widerspennigklich, dapfferlich Calepinus undec. ling. (1605) 1191ᵇ. nur selten literarisch belegt:
daz sy widerspeniglich
lebeten wider könig Hinrich
(1378) in: monumenta inedita 4 (1745) 639 Westphalen;
echt (wenn nur) ein mensch nit widerspenklich wider got wil Seuse bei Steinhausen privatbr. d. mittelalters 2, 5. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1224, Z. 42.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widerspenniglich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerspenniglich>.

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