Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerspruchsgeist, m.

widerspruchsgeist, m.,
der aus innerer auflehnung hervorgehende drang zur opposition in wort und haltung; widerspruchsgeist Campe 5 (1811) 703ᵃ; vgl. unter widerspruch 2—4 geist des widerspruchs:
nachdem du zuerst es
wagtest, mit dieser zunge, vom widerspruchsgeiste befeuert,
dich dem grössesten theil der götter entgegen zu stellen
Zachariä poet. schr. (1763) 7, 218;
aber diess ist alles nur widerspruchsgeist von ihrem herrn bruder H. Beck verirrung ohne laster (1793) 38; dadurch wäre nun die sache für ewig abgethan, wenn nicht der unserm geschlecht eingeborne widerspruchsgeist ... anlasz zu verneinung des anerkanntesten wahren zu finden wüszte Göthe II 8, 124 W.; Lucie trägt es (das kleid) auch so, Emma nicht, ich glaube aus widerspruchsgeist Stifter s. w. 1 (1904) 111; der widerspruchsgeist, der trotz war's Rosegger schr. (1895) I 7, 61; Lafite unterbricht ihn, weil er sich ärgert, aus blankem widerspruchsgeist Werfel Bernadette (1948) 32. personifiziert: aber er ist ebenso ein widerspruchsgeist wie wir alle S. Hensel familie Mendelssohn (1879) 2, 8.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1259, Z. 53.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widerspruchsgeist“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerspruchsgeist>.

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