Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerstehlich, adj.

widerstehlich, adj.
'ist nicht gewöhnlich; wohl aber unwiderstehlich' H. Braun dt. orthogr.-gramm. wb. (1793) 305ᵃ. 'dem (der) man widerstehen kann': ein widerstehlicher zwang ist ein von andern aus verursachter unangenehmer bewegungsgrund zu unserm freien wollen, thun oder lassen Basedow method. unterr. d. jugend (1764) 17; der reiz, der hier wirkt, scheint weniger sinnlich, also auch mehr widerstehlich zu seyn Chr. Garve anm. u. abhandl. zu Ciceros büchern v. d. pflichten (1784) 1, 160; ob diese verursachung (zu sündigen) als moralische, mithin widerstehliche veranlassung ... zu verstehen sei D. Fr. Strausz glaubenslehre (1840) 2, 37; die gnade wirkt im rahmen der heilsordnung. sie ist verlierbar durch sünde und widerstehlich O. Dittrich d. systeme d. moral (1923) 2, 237. substantiviert. vielleicht 'was unangenehm ist' (s. widerstehen B): obgleich geschenke in geld so was widerstehliches an sich haben, dasz kein guter, edler mensch sie mit offenen augen nehmen kann Hippel lebensläufe (1827) 3, 2, 330. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1287, Z. 5.

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Zitationshilfe
„widerstehlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerstehlich>.

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