Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widersträuben, vb.

widersträuben, vb.,
mnd. wedderstruwen. reflexiv, 'sich widersetzen': als ... vnghetemet volk so wedderstruueden se sik vnde wolden neyn yock dregen (hs. d. 15. jhs.) Hermann v. Lerbeck Schaumburg. chron. § 61 (progr. Bückeburg 1872); wo sich eyner frevenlich widerstruebte oder daran nit keren wolt (1529) urkundenb. d. st. Heilbronn 4, 533 Rauch;
denn wo ich bin, und gern mag bleiben,
musz keiner sich mir widersträuben
Bode gigantomachia (1800) 141.
in demselben sinne intransitiv: sie wollte vielleicht am hohen und sonntage der flitterwoche ihrem künftigen manne noch nicht widersträuben Jean Paul w. 32, 84 Hempel. als part. präs., 'widerstrebend':
siehst du nicht, wie
die bäume, die sich neigen vor dem sturz
des waldstroms, ihre zweige unverletzt
erhalten, wie die widersträubenden
entwurzelt fallen, mit gewalt gestürzt
Stolberg ges. w. (1820) 14, 48;
als die gräfin den widersträubenden markese fast zwang in ihr haus zu ziehen Arnim s. w. (1853) 8, 15. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1301, Z. 40.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widersträuben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerstr%C3%A4uben>.

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