Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerstreblich, adj., (adv.).

widerstreblich, adj. (adv.).
1)
'widersetzlich, widerstrebend'. adjektivisch: oppositissimus gantz widerstreblick vel -stellick (ende d. 15. jhs.) Diefenbach gl. 398ᵇ; widerstreblich repugnax, adversarius, obnixus Stieler stammb. (1691) 2193; widerstrebliche und ungehorsame underthanen Ensz fama Austriaca (1627) 103ᵇ; dass sie der natur zumessen wolten, als ob diese dem herscher der natur (gott) so widerstreblich wäre Lindenborn Diogenes (1742) 1, 558. adverbiell: repugnanter widerstrebenlich vnnd vngern Calepinus XI ling. (1598) 1256ᵃ; sich zu erscheinen widerstreblich weigern Klopstock gelehrtenrepublik (1774) 281; die herren farrer dulden blosz widerstreblich die stillen begräbnisse Gerhart Hauptmann die weber (1892) 50; vgl. unter widerstreben 7 den gebrauch des part. präs.
2)
'widerstreblich so beschaffen, dasz man demselben widerstreben kann; bes. in dem entgegengesetzten unwiderstreblich' Campe wb. 5 (1811) 703ᵇ: eine widerstrebliche gnade, deren das menschliche vergifftete böse hertz sich widersetzen kan Dannhawer catech.-milch (1657) 6, 89. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1314, Z. 1.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widerstrebenlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerstrebenlich>.

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