Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerstreich, m.

widerstreich, m.:
repercussus ein widerschlag, widerstreich Frisius dict. (1556) 1144ᵃ; widerstreich vn coup rendu pour vn aultre qu'on ha receu; colpo dato, colpo renduto Hulsius-Ravellus t.-frz.-it. (1616) 412ᵇ. noch von Campe gebucht, als 'ein streich, welchen man wieder versetzt, erwiedert', wb. 5 (1811) 712ᵃ. sprichwörtlich: widerstreich sind nicht verbotten referire non nefas est Dentzler clavis ling. lat. (1686) 2, 348ᵇ; ganz ähnlich Aler dict. (1727) 2, 2192ᵇ. liter. belege: und lehrt hiemit der edomitisch könig, dasz man zur gegenwehr nicht zu langsam seie, sondern sich zum widerstreich gefaszt mache Gugger christl. heerpred. (1590) 1, 74; (ein christ soll) nicht sich alsobald ... zur gegenwehr armiren. hie sind widerstreich, retorsiones verbales und andere gegenwehr verbotten Dannhawer catech.-milch (1657) 2, 190. mit sachl. subjekt: den widerschall mögen sye (die bienen) auch nit leiden, der sye mit dem widerstreych, so on das forchtsam, erschrecket Eppendorff Plinius (1543) 11, 186. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1315, Z. 11.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widerstreich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerstreich>.

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