Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widertäuferei, wiedertäuferei, f.

wi(e)dertäuferei, f.,
täufertum, wiedertäuferisches wesen: Meiger von Bülach ... sagt, er hab sich der widertöuffery keinswegs undernommen (1529) schweiz. id. 12, 575; per eum loquitur diabolus und wirfft uns yn die widderteufferey (1531) Luther 34, 2, 364 W.; heutigs tags geht herumb die sacramenterey, schwermerey, widerteufferey (1545) ebda 51, 65; er (hab) die widertaufferey auch probieren woͤllen J. Nas antipap. eins u. hundert (1567) 4, 131ᵇ; die widertaͤufferey breitete sich weit aus in Schlesien Rätel Curaei chron. (1607) 377. noch geläufig in hist. romanen und erzählungen neuester zeit: die soeben in Münster niedergeworfene gräuliche wiedertäuferei Gutzkow die Paumgärtner v. Hohenschwangau (1880) 1, 18; aus den provinzen schleicht sich das gift der wiedertäuferei in unsere städte A. Stern die wiedertäufer (1913) 7; ein ritter wurde mit rücksicht auf seinen adel begnadigt, nachdem er die wiedertäuferei abgeschworen hatte Ric. Huch im alten reich (1927) 367. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1334, Z. 49.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widertäuferei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widert%C3%A4uferei>.

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