Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widertreffen, wiedertreffen, vb.

wi(e)dertreffen, vb.
1)
spätmhd. und frühnhd. vereinzelt 'jemanden seinerseits auch treffen':
wer lieb tregt, da lieb nit wil,
vnd lieb schiuszt zu dem zil,
da in die lieb nit wider trifft:
der selb vff kummers wǎg schifft
liederbuch d. Hätzlerin 284 Haltaus;
wo er mich mit dem gelt wil effen,
ich wil in dückisch wider-treffen
Hans Sachs 21, 30 lit. ver.;
wiedertreffen wiederum einen treffen oder anstechen, der einen getroffen hat Rädlein (1711) 1, 1057ᵇ. aufs neue treffen: wieder-treffen colpire, toccare di nuovo ò da capo, es wird euch bald wiedertreffen Kramer t.-ital. 2 (1702) 1123ᵃ.
2)
in jüngerer sprache 'jemandem (nach längerer trennung) erneut begegnen': musz ich euch so wiedertreffen! Gaudy s. w. (1844) 3, 115; so musz ich dich wiedertreffen (1890) Gerhart Hauptmann ausgew. dramen (1956) 1, 356; es wäre schön, sagte der architekt, wenn wir einander in einem künftigen leben wiederträfen W. v. Scholz erz. (1924) 47.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1343, Z. 56.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widertreffen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widertreffen>.

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