Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerverkaufen, wiederverkaufen, vb.

wi(e)derverkaufen, vb.,
etwas (mit gewinn) weiterverkaufen. seit dem 15. jh. bezeugt (nur vereinzelt gebucht): was getreyde uf dem merckete uf einen tag gekouft wurt, dieselbe getregde sol niemand desselben tages uf demselben merckete wider verkoufen uf merschatz (1446) Straszb. zunft- u. polizeiordn. 307 Brucker; mango, uenalitiarius der vihe oder menschen kaufft vnd widder verkaufft Alberus dict. (1540) b 3ᵇ; daz er die duͦch ganz alhie wider verkoufet (1477) Straszb. tucherzunft 82 Schmoller; wieder verkauffen reuendre Widerhold dict. (1669) 421ᵃ; wiederverkauffen rivendere Rädlein t.-it.-frz. (1711) 1057ᵇ; gegenwärtig lärmt die lebhafteste mesze (in Frankfurt) um mich her ... niemand der nicht geschäfte machen könnte. kaufen und wiederverkaufen macht viel gewinnen (1814) Göthe IV 25, 36 W.; ankaufen (von getreide) zum zwecke des wiederverkaufens wird (im mittelalter) als ... wucher gebrandmarkt hdwb. d. staatswiss. (1898) 4, 277. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1360, Z. 3.

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Zitationshilfe
„widerverkaufen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerverkaufen>.

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