Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widervernünftig, adj.

widervernünftig, adj.,
der vernunft zuwiderlaufend: die gewoͤhnliche formel, dasz das uͤbervernuͤnftige im christenthum nicht duͤrfe widervernünftig sein Schleiermacher s. w. (1834) I 3, 87; man lehrte den höchst widervernünftigen grundsatz eines angeblichen neuen völkerrechts, wonach der sieger eine eroberte provinz nur mit deren einwilligung behalten dürfe Felix Dahn bei Th. Flathe dt. reden 2, 660; er dachte an das geheimnisvolle widervernünftige in Clarisse Musil d. mann ohne eigenschaften (1956) 225; doch ist nicht zu leugnen ..., dasz an dieser strahlenden sphäre (des genies) das dämonische und widervernünftige einen beunruhigenden anteil hat Th. Mann Faustus (1948) 11. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1360, Z. 69.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widervernünftig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widervern%C3%BCnftig>.

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