Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerwage, f.

widerwage, f.,
ahd. widarwâgî, f. 'pondus, stater' Graff 1, 665. mhd. widerwâge, f. 'gegengewicht, entgelt' Lexer 3, 867, also ohne umlaut, vielleicht nach dem vorbild des simplex wage, f. III teil 13, sp. 348. 'gegengewicht': widerwag libramentum inferius, ἀντιῤῥοπία, contrepoix par embas Emmelius nomencl. germ.-lat. (1592) 375; auch Frischlin nomencl. tril. (1594) 257. hierher wohl: welle oder widerwag Ph. Bech Agricolas zwölf bücher vom bergkwerck (1557) 136; die widerwag ebda 139 (mit abb.). 'was etwas anderes aufwiegt, was zur vergeltung gleichsam wägend gegeben wird': lasze dich hie nit vberwinden die zergengklichen lasterung, fluch vnd smehung, den dort die widerwag der ewigen glorj berait ist hertzmaner (Nürnberg o. j.) 87ᵃ;
ir zorn, bosheit und unwirdigkeit
kum in zue schendung und ubelkeit! ...
und der mortlich slag
sei ir wider wag
(hs. d. 15. jhs.) Salomon u. Markolf 1611 in: narrenbuch 353 Bobertag.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1362, Z. 21.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widerwage“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerwage>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)