Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerwilligkeit, f.

widerwilligkeit, f.,
im ältesten beleg prägnant ein wollen, das dem wollen eines andern entgegengesetzt ist: (Christus) meint, wer nit mit mir wil und nit eynigwillig mit mir ist, der wil wider mich ... und disze widerwillickeit zu got heist man und ist ungehorsaz (wohl 2. h. d. 14. jhs.) theologia deutsch 66 Mandel. späterweniger prägnantdas widerstreben, die mangelnde bereitschaft, etwas zu tun: dasz durch ihre (der schiffsleute) versäumnisz oder widerwilligkeit einiger schaden geschähe (17. jh.) bei: R. Schück Brandenburg - Pr. kolonialpolitik 2, 146; widerwilligkeit, unter dem wütherich zu dienen Göthe gespr. (1889) 10, 93 Biederm.; s. widerwillig 3 und widerwille 5. nach widerwillig 2 wird das wort im sinne von 'uneinigkeit, zwist' gebraucht (vgl. auch widerwille 4): mannicherley widderwillickheit ..., so die fursten unter sich hetten Kantzow chron. v. Pommern 20 Gaebel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1395, Z. 8.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„widerwilligkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/widerwilligkeit>.

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