Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiebald, konj.

wiebald, konj.,
'als', 'sobald'; temporal, bezogen auf ein bestimmtes ereignis der vergangenheit: (Odysseus) erwürgte seiner hauszfrawen werber auf ainen hauffen ... wie bald der werber fall durch das gerucht auszbrach, versamlete sich die fründtschafft der entleibten (1537) Schaidenreiszer Odyssea 10 Weidling; wie bald der papst gen Rom kam, fieng er an vil gewaltiger zuherrschen Stumpf Schweizerchron. (1606) 88ᵇ. zu konditionaler auffassung überleitend: und wibalde uns soliche bestellung ... geschiet, so zal gancz unser wille sein, das ... (1452) lehns- u. besitzurk. Schlesiens 1, 428 Gr.-M.;
wie bald vsz dem husz kumbt die katz,
zuͦ tantzen ist den müsen watz
(1548) H. R. Manuel weinspiel v. 1729 ndr.;
ich bin ja weder stahl noch stein:
wie balde geht ein wind herein,
so fall ich hin und sterbe
Paul Gerhardt in: evang. kirchenl. 3, 390 Fischer-Tümpel;
wiebald man einen wolf gewar wird, schlecht man sturm über ihn bei Tschudi thierl. d. Alpenwelt (1858) 432.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1493, Z. 1.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„wiebald“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiebald>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)