Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wideraufbrechen, wiederaufbrechen, vb.

wi(e)deraufbrechen, vb.
1)
abreisen: dieser vrsachen halber entschlos der general Tilly, zu verhütung der ruin seiner armée, von dannen wieder aufzubrechen Chemnitz schwed. krieg (1648) 1, 187; war sie (die frau des predigers) jedoch daheim, so brach er ungesäumt wieder auf Holtei erz. schr. (1861) 3, 195; den 26. höre ich bricht s. majestät von hier wieder auf Bismarck br. an s. braut u. gattin 343 H. v. Bism.
2)
sich wieder öffnen, bes. von wunden: wiederaufbrechen, wiederfrischwerden (wie die wunden biszweilen thun) recrudescere Decimator thes. (1608) reg.; ebda 1114ᵃ; vulnus recrudescit die wunde bricht wieder auff nomencl. lat.-germ. (1634) 213; Frisch nouv.-dict. (1752) 709; bildlich: (es) würde ganz gewiss die wunde, die neulich zugeheilt worden (der aufruhr), wieder aufbrechen M. I. Schmidt gesch. d. Deutschen (1778) 5, 194. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 901, Z. 68.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„wiederaufbrechen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiederaufbrechen>.

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