Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerauflebung, wiederauflebung, f.

wi(e)derauflebung, f.:
so ist, was wir todt nennen, nur ein ... uns verborgener umlauf zur wiederauflebung Herder s. w. 21, 343 S.; selbst das korn, das uns zu verblühen, zu ersterben, zu verwesen scheint: es erstirbt zur wiederauflebung ebda 7, 334; nichts bieten sie (die götter) mir dar! nicht die wiederauflebung meines sohnes Paralus Meissner Alcibiades (1781) 2, 193. bildlich: die verzweiflung, von der eine leidende, gedrückte seele befallen wird, trägt oft eben zu ihrer wiederauflebung und stärkung bei M. Meyr erz. a. d. Ries (1868) 2, 116. übertragen: nach wiederauflebung der wissenschaften ist ... keiner dichtungsart fleisziger nachgeeifert worden, als der anthologie der Griechen Herder 15, 386 S.; einführung der zweyten historischen epoche, der wiederauflebung der künste nehmlich (1789) Schiller br. 2, 225 Jonas; die ersten regelmäszigen dramata, welche in unserer abendländischen welt nach der wiederauflebung der gelehrsamkeit erschienen Hamann schr. (1821) 4, 341. auch: eine jede regimentsverfassung ... artet beständig zur verderbtheit ab: von welcher sie von zeit zu zeit durch die wiederauflebung ihrer ersten grundgesetze ... musz errettet werden anmuth. gelehrsamk. (1755) 624 Gottsched; (die) wiederauflebung des Jesuitenordens Nicolai reise d. Deutschl. u. d. Schweiz (1783) 7, 69 anh. A.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 905, Z. 15.

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Zitationshilfe
„wiederauflebung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiederauflebung>.

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