Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerbrechen, wiederbrechen, vb.

wi(e)derbrechen, vb.,
mhd. widerbrechen; zurückstrahlen, -leuchten, zurückbrechen; erbrechen; in anderem sinne die glossen zu Notker 2, 274, 20 u. 350, 10 Piper; refringere widerbrechen Diefenbach gloss. 490ᵃ:
wan si den gotis irweltin man
nit gesehin mohtin an:
also gar wider brehendin schin
gab da das antlúze sin.
Rudolf v. Ems weltchr. 12418 Ehrism.;
daz sich der sunnen schein widerpricht ... auf dem wazzer, reht als auf ainem spiegel Konrad v. Megenberg buch d. natur 74, 16 Pfeiffer; wegen der widerbrochenen und zurück strahlenden hitze (in tälern) Hohberg georg. cur. (1682) 1, 21. 'erbrechen': lass jhn kalt wasser für vnd für trincken vnnd als starck, dass ers widerbrech von jhm Paracelsus chirurg. bücher u. schr. (1618) 43 Huser; widergebrochene stück speise, so nach wein stincken Corvinus fons lat. (1646) 599; er hat sich wieder gebrochen revomuit Stieler stammb. (1691) 236. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 927, Z. 7.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„wiederbrechen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiederbrechen>.

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