Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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widerbringlich, wiederbringlich

wi(e)derbringlich,
-bringenlich (s. buch d. beisp., unter 2 b), adj., adv.; mnl. wederbringelijc, -brengelijc.
1)
vereinzelt aktiv wie wiederbringend:
die Mänas, lenkend die lüchse mit epheu,
schreyet: evo'! und es hallt die wiederbringliche Echo
Herder 26, 288 S.
2)
meist mit passivem sinn; vgl. das gebräuchlichere unwiederbringlich teil 11, 3, sp. 2210.
a)
'zurückzubringen, wiederherzustellen' (zu wi(e)derbringen 1—3): (die) verloren gaben, nemlich die vnschuld vnd gottes huld, seinn hie auch widerbringlich durch ainen gemaͤsen mitler, der got vnd mensch sey (1528) Berthold v. Chiemsee teutsche theol. 385 Reithm.; (sie wuszten) dasz selbtes (kleinod) nach einmahligem verluste so wenig als die jungfrauschafft wiederbringlich wäre Lohenstein Arminius (1689) 1, 1004ᵃ; das leben ist vorübergehend, und die gute zeit nicht wiederbringlich Göthe IV 3, 262 W.
b)
'wiedergutzumachen' (zu wi(e)derbringen 4): ist es (das man betrübt ist) vmb geschehen ding, das nit widerbringenlich, so ist der wysen rat, das zuͦ lassen buch d. beisp. 147 lit. ver.;
schmeichlen hat vil weibszbild betrogen,
in schandt, schad und laster gezogen,
beide an leib, gut und an ehr
oft widerbringlich nimmermehr
(1555) Hans Sachs 12, 402 lit. ver.;
das ... in keiner ewigkeit widerbringliche verderben Guarinonius grewel d. verwüstung (1610) dedicatio a 6ᵇ. wiederbringlicher schade: reparabilis, ut damnum reparabile widerbringlich; der wol widerumb zebringen vnd zuͦ ersetzen ist Frisius dict. (1556) 1143ᵃ; widerbringlicher schad dommage reparable; danno riparabile, che si può ristorare Hulsius-Ravellus t.-frz.-ital. (1616) 409ᵃ; ebenso Rädlein t.-ital.-frz. (1711) 1053ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 934, Z. 42.

widerbringlich, wiederbringlich

wi(e)derbringlich,
-bringenlich (s. buch d. beisp., unter 2 b), adj., adv.; mnl. wederbringelijc, -brengelijc.
1)
vereinzelt aktiv wie wiederbringend:
die Mänas, lenkend die lüchse mit epheu,
schreyet: evo'! und es hallt die wiederbringliche Echo
Herder 26, 288 S.
2)
meist mit passivem sinn; vgl. das gebräuchlichere unwiederbringlich teil 11, 3, sp. 2210.
a)
'zurückzubringen, wiederherzustellen' (zu wi(e)derbringen 1—3): (die) verloren gaben, nemlich die vnschuld vnd gottes huld, seinn hie auch widerbringlich durch ainen gemaͤsen mitler, der got vnd mensch sey (1528) Berthold v. Chiemsee teutsche theol. 385 Reithm.; (sie wuszten) dasz selbtes (kleinod) nach einmahligem verluste so wenig als die jungfrauschafft wiederbringlich wäre Lohenstein Arminius (1689) 1, 1004ᵃ; das leben ist vorübergehend, und die gute zeit nicht wiederbringlich Göthe IV 3, 262 W.
b)
'wiedergutzumachen' (zu wi(e)derbringen 4): ist es (das man betrübt ist) vmb geschehen ding, das nit widerbringenlich, so ist der wysen rat, das zuͦ lassen buch d. beisp. 147 lit. ver.;
schmeichlen hat vil weibszbild betrogen,
in schandt, schad und laster gezogen,
beide an leib, gut und an ehr
oft widerbringlich nimmermehr
(1555) Hans Sachs 12, 402 lit. ver.;
das ... in keiner ewigkeit widerbringliche verderben Guarinonius grewel d. verwüstung (1610) dedicatio a 6ᵇ. wiederbringlicher schade: reparabilis, ut damnum reparabile widerbringlich; der wol widerumb zebringen vnd zuͦ ersetzen ist Frisius dict. (1556) 1143ᵃ; widerbringlicher schad dommage reparable; danno riparabile, che si può ristorare Hulsius-Ravellus t.-frz.-ital. (1616) 409ᵃ; ebenso Rädlein t.-ital.-frz. (1711) 1053ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 934, Z. 42.

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Zitationshilfe
„wiederbringlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiederbringlich>.

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