Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widereintreten, wiedereintreten, vb.

wi(e)dereintreten, vb.
1)
in einen raum treten: die rechnung, mein herr! sagte der wiedereintretende kellner Spielhagen s. w. (1877) 2, 112; Flamm tritt wieder ein (ins zimmer) Gerhart Hauptmann Rose Bernd (1904) 48. im übertragenen sinne, institutionen, körperschaften usw. beitreten: in dem kreise, ... in den ich wieder einzutreten im begriff bin Göthe I 24, 106 W.; sobald es irgend möglich, ... meld' ich mich genesen und trete wieder ein (in die armee) Holtei erz. schr. (1861) 21, 63; beim wiedereintreten der consuln (in ihr amt) Mommsen röm. gesch. 1 (1856) 258; das wiedereintreten Bennigsens und Miquels in den reichstag bei Bennigsen d. nationallib. partei (1892) 157. hierher auch: der anfang, der zum wiedereintreten des Achilleus in den krieg den anlass bietet H. Brunn kl. schr. (1898) 3, 117.
2)
wieder einsetzen, beginnen: Hamlet gibt, da nun das wahlrecht des volkes wieder eintritt, seine stimme sterbend dem Horatio Göthe I 22, 162 W.; mit dem wiedereintreten eines vielfach verzweigten naturbildungsprozesses verschwand sogleich die gütergemeinschaft Schleiermacher s. w. (1834) I 12, 476; die spuren wiedereintretender thätigkeit (von durchschnittenen und wieder zusammengewachsenen nerven) Sömmerring menschl. körper (1839) 6, 770; zeichen der wiedereintretenden verschlimmerung G. Keller ges. w. (1889) 6, 391. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 947, Z. 49.

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Zitationshilfe
„wiedereintreten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiedereintreten>.

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