Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerfassen, wiederfassen, vb.

wi(e)derfassen, vb.,
'wiederherstellen': (dasz) so auch die heilsahme justicj, recht vnnd wohll wiedergefasset werden möge (1634) bei Gaedeke Wallensteins verh. m. d. Schweden u. Sachsen 248. 'neufassen': buch 1 ... entspricht dem alten gedichte ... dessen 3474 zeilen hier in 3246 wiedergefaszt sind J. Grimm Reinhart Fuchs (1834) 167 vorr. wiederholt bei J. Böhme im sinne von 'sich aus sich selbst neu schaffen, wiedergebären': so denn der (im ur-nichts entstandene) wille also mit seiner begierde musz im finstern stehen. so ist das seine widerwärtigkeit, und schöpfet ihm in sich einen andern willen, von der finsternisz auszugehen wieder in die freiheit, als in das nichts; und mag doch auszer sich nicht die freiheit erreichen ...: so musz der wille (verstehet, der andere geschöpfte wille) in sich gehen ... und je mehr der wiedergefassete wille der offenbarung begehret, je mehr und strenger zeucht die begierde in sich s. w. 4, 278 Sch. vgl. 3, 148; 149; 237; 279; 5, 10; ferner wi(e)derfassung 5, 11; 198.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1959), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 976, Z. 1.

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Zitationshilfe
„wiederfassen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiederfassen>.

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