Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widersitzen, wiedersitzen, vb.

wi(e)dersitzen, vb.,
spätahd., mhd. widersitzen, mnd. weddersitten, mnl. wedersitten, s. Verwijs-Verdam 9, 1968. im mhd. häufig bezeugt, vgl. Lexer 3, 855. im 16. jh. bereits sehr selten und nur noch im sinne von 'widerstand leisten'. lexik.: hd., nd. wider-, weder-sitzen, -zitten Diefenbach gl. 494ᵇ:
in chlagent tzarte munde rot,
vil liechter augen werden naz,
den schanden er ye widersaz
so chreftikleich durch ern lon
Suchenwirt 10, 36 Primisser;
der müssiggang sagt nur von den,
die aller-ding frey müssig gehn.
den hat Paulus stracks wider-sessen;
spricht: wer nit arbeyt, soll nit essen
(1535) Hans Sachs 3, 490 lit. ver.
mit akkus., 'verhindern' (?): die von Zürych (haben) der sach zuͦ anfang in disem jar ein zierlicher hauptschiessen gehalten ... aber nach disem schiessen ist die sach wider saͤssen vnd der meyen (gesellenschieszen) verdorben Stumpf Schweizerchron. (1606) 753ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1217, Z. 61.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„wiedersitzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiedersitzen>.

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