Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerspringen, wiederspringen, vb.

wi(e)derspringen, vb.,
resilire wider-, wederspringen (hd. nd. 15. jh.) Diefenbach gl. 494ᵇ; resultans aff- vel widderspringende (15. jh. md.) ebda 495ᵇ; wiederspringen resilire voc. theut. (1482) oo 2ᵇ. seit dem 9. jh. bezeugt: resiliunt uuidesprigint (lies uuiderspringint) ahd. gl. 2, 233, 65;
Sîfride dem vil küenen von munde brast das pluot.
vil balde spranc er widere
der Nibelunge nôt 458, 2 Bartsch;
als 'ab-, zurückprallen':
dann als eyn schlosz thut schlagen nider
und uff eym tach springet herwider:
also widersprang sie (die hellebarde) mit krafft,
dann sie sich uff seim leib nit hafft
Wickram w. 8, 152 Bolte;
gesetzt nun, der palle A treffe auf die ebene erde C. B. E., so ist gewisz, dasz er wiederspringt in F Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. (1641) 7, 203;
denn er stiesz mit seinem fusze
auf den weihbrunnkessel oben.
der hellklingend auf den stufen
wiederspringend niederrollet
Brentano ges. schr. (1852) 3, 135;
(die schmiede) werfens (d. eisen) in die kohlen, dasz klinget, widerspringet Bücher arbeit u. rhythmus (1899) 112. als ausdruck der jägersprache (vgl. wiedersprung): wenn ich sehe, dasz mein hund wiederspringet, so arbeite ich gleich auf der wieder-fehrte frisch hinaus Döbel neueröffn. jägerpract. (1754) 1, 96.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1254, Z. 35.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„wiederspringen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiederspringen>.

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