Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerstutzen, wiederstutzen, vb.

wi(e)derstutzen, vb.,
'zurückscheuen' (vgl. ¹stutzen C 3 teil 10, 4, sp. 762): do reit her irre unde qwam obin uf den Heldirsteyn, unde das phert sach hyn ab an dem ende unde stutzte weder (1421) Joh. Rothe düring. chron. 571 Liliencron. vgl. damit sunder widerstutzen:
als sich einer (wie z. b. Christus) gibt zû nutzen
andern sunder widerstutzen
(1300) Joh. v. Frankenstein kreuziger 2028 lit. ver.
im nhd. ist im ersten kompositionsglied nur wider- 'gegen' nachzuweisen. eigentlich: widerstutzen, wider ein ding mit dem kopff stossen oder stutzen s'appuyer ou accoter contre quelque chose; appogiarsi ad alcuna cosa Hulsius-Ravellus t.-frz.-ital. (1616) 412ᵇ. '(einander) widerstand leisten, widerstreben': ibi vir et mulier, ibi magistratus et subditus etc. wider stuczen. es kan nicht anders seyn: eyner wyrdt zw zeytten thun, das dem nachbar nicht gefellet Luther 34, 1 443 W.;
wer lang ausz stoltz ein andern trutzt,
und wie ein frecher widerstutzt
Kirchhof wendunmuth 1, 276 lit. ver.; vgl. ¹stutzen A.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1329, Z. 58.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„wiederstutzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiederstutzen>.

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