Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widertat, wiedertat, f.

wi(e)dertat, f.,
mhd. und frühnhd. in vereinzelt bezeugten verwendungen. 'vergeltung':
als Salomon gemeldet hat,
mensch, wie du sündst, geleich vindst du die witertat
Oswald v. Wolkenstein 98, 11 Schatz.
im sinne 'restitutio': zuthun ... vnsern gnedigen herren von Halberstat nach gnaden redeliche gute ausrichtung und wiederthat eines iglichen stukes ohne wiedersprache (1425) bei Haltaus gl. 2109; wedderdaad genugthuung (veraltet) Dähnert plattdt. wb. 542ᵃ. 'widerstand':
ich muste sundir widertât
werdin eiginlîch ir knecht
mitteldt. ged. 75 Bartsch;
vgl.: le contre coeur (franz. pferdename, wird übersetzt:) die widerwärtige oder widerthat Hohberg georg. cur. 3, 2 (1715) 121ᵃ. 'gegenteil':
er (der gauch) streckt syn lyb vnd guͦt dar an,
das er sich widersetzt dem herren,
des eygenthuͦms sich moͤcht erweren.
nach thuͦt er hie die wider dadt,
das er sich also fohen ladt
vnd, wie man wil, mit jm vmb gadt
(1519) Murner dt. schr. 5, 57 Schultz.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1331, Z. 19.

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widerprallen wiedertun
Zitationshilfe
„wiedertat“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiedertat>.

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