Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

widerzahl, wiederzahl, f.

wi(e)derzahl, f.,
vgl. ²zahl, f., teil 15, sp. 36. 'widerspruch, -rede':
unrehtikeit gewaltes hat so manige wal,
daz rehtikeit niht kan ir rehten widerzal
gebruchen, da von rehtes vil zebrichet
(2. h. d. 13. jhs.) Rumsland v. Sachsen minnesinger 3, 54ᵃ v. d. Ha gen;
Galahut stabet den eydt nach synem willen, und sie schwurn allesampt nach one wiedderzale (hs. um 1430) Lancelot 1, 511 Kluge; mhd. sunder wederzale nachgewiesen bei Lexer 3, 873. mit derselben bedeutung s. mnl. wedertale, -tael, f. bei Verwijs-Verdam 9, 1992 und mnd. weddertale, f. bei Schiller-Lübben 5, 638ᵇ. hierzu noch: contradictio wedersprekinge, wedertael (nd., 1420) Diefenbach gl. 147ᵇ. — als übersetzung von deuteronomium: in dem buch der widerzal erste dt. bibel 3, 8 lit. ver. (vgl. 5. Mose 12—26); das puͦch paralippominon das ein werckzeug ist der alten ee vnd der eigen namen widerzal ebda 30 (vgl. 1. chron. 1—9). —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1399, Z. 14.

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Zitationshilfe
„wiederzahl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiederzahl>.

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