Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiedfest, adj.

wiedfest, adj.,
durch binderuten befestigt. ein gewöhnlich in verbindung mit nagelfest (teil 7, sp. 266) begegnender juristischer terminus, das bezeichnend, was in gebäuden befestigt ist und beim wechsel des besitzers daraus nicht entfernt werden darf: am dornstage noch visitacionis Marie habe ich gelehen eyn haus Ha. Berbirstorff ... mit eczlichen czinsen etc., mit allen brawgeschirre, fenstern unde thörn ertfeste, naylfeste, wedefeste (1475) urk.-buch. d. st. Freiberg i. S. 3, 403 Ermisch; was erd- wied- und nagelfest ist Schottel haubtspr. (1663) 672; supellex, supellectilia allerley hausgeräthe, so nicht wid- und nagelveste ist Sperander alamodesprach d. Teutschen (1727) 704ᵃ; erd-, wied-, nied-, wand-, band-, mauer-, leim-, nagel- und wurzelfest lehnbrief v. j. 1827 bei Müller-Fraureuth obersächs. 2, 664. bildlich: sie übergiebt es (das herz) ihm hiermit aufs allerbeste, nebst allem, was daran erd- nieth- wied- nagel-feste Henrici ernst-, scherzh. u. sat. ged. (1727) 2, 476. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1513, Z. 43.

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Zitationshilfe
„wiedfest“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiedfest>.

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