Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wiegenkraut, n.

wiegenkraut, n.,
ein name des wermuts, artemisia absinthium L., 'weil die weiber das kraut den kindern in die wiege zu legen pflegen, und dadurch ihren schlaf zu befördern, auch sie vor zauberey zu bewahren glauben' Mattuschka flora Silesiaca 2 (1777) 240, s. Marzell wb. d. dt. pflanzenn. 1, 424. auch wiegekraut Megiser thes. polygl. (1603) 1, 15ᵇ; wiegenkraut Adelung 5 (1786) 218: darzuͦ so haben die krüter nit einen namen in allen tütschen landen, als absinthum zuͦ latin würt zuͦ Straszburg genant wermuͦt, zuͦ Franckfurt wygenkrut, zuͦ Trier elsen Euch. Röszlin roszgarten (1513) N 3ᵇ facs.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1551, Z. 52.

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Zitationshilfe
„wiegenkraut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiegenkraut>.

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