Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wieherer, m., nomen agentis

wieherer, m., nomen agentis
zu wiehern. nur lexikalisch bei Stieler stammb. (1691) 2534 und Kramer t.-ital. 2 (1702) 1347ᵇ. neu gebildet in der bardenpoesie des 18. jhs. als kunstwort für '(kampf)rosz': dünne riemen ... beugen sich an den stattlichen ... nacken der wieherer allg. dt. bibl., anh. zu bd. 25/36 (1771f.) 3010; eine wolke, wie der wiehrer der fremden gestaltet, trug sein luftiges gebild J. W. Petersen Ossian (1782) 123;
ach, wesz soll es seyn? wer wird den feurigen wiehrer
tummeln?
Stolberg ges. w. (1820) 3, 294.
mehrmals bei Schubart: vielleicht findest du selbst dorten am ende des wahlfestes, wo man nach geendigter parade rosz und mann wieder in's kleine reduzirt, die beste gelegenheit, dir einen wieherer ganz nach deinem geschmake zu verschaffen (1790) br. in: Strausz ges. schr. (1879) 9, 284; sämmtl. ged. (1825) 2, 112; 3, 11.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1556, Z. 56.

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Zitationshilfe
„wieherer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wieherer>.

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