Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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wiemer, m.

wiemer, m.,
mundartl. nebenform zu ¹wimmer teil 14, 2, sp. 222: wīmʳ̥ knorriger stamm, stock, schwer spaltbarer stein Gerbet Vogtland 69; wiemer holzklotz (wîmer Masserberg) Hertel Thür. 258; 'wiemer (vima) bezeichnung für eine stelle im langholz, wo eine krause oder wellige querfaserung sich zeigt' Mensing schlesw.-holst. 5, 633.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1567, Z. 48.

wimmer1, st. m., auch f.

¹wimmer, st. m., auch f.
Campe; dunkler herkunft, vgl. wammer f., oben th. 13, 1453; mhd. wimmer, wimer; gebucht bei Adelung und Campe; nordthür. wömmer m. Kleemann; bair.-öst. Schmeller 2, 912; Anton oberlaus. wörter VI 6; grundbedeutung 'ein harter, verworrener theil in einem weicheren';
1)
vom holz, eine besonders harte, von wirr durcheinanderlaufenden fasern gebildete, schwer zu bearbeitende stelle, besonders ein knorren, knast, maser, knotiger auswuchs als überbleibsel ehemaliger äste, vgl. wimmerig adj. und ³wimmern v.: die flaserigen wimmer der bäume Jacobsson techn. wb. 4, 648ᵃ; der wimmer, wie Reum die abnormen biegungen der holzfaser nennt Ratzeburg waldverderbnis 1, 49; Roszmäszler wald 198; die alten Teutschen .. dreheten .. ire becher aus wimmern und flasern Mathesius Sarepta 191ᵇ. gern auch von menschen:
wie ein ungeschlachter wimmer ich wachs
H. Sachs 21, 310 Götze;
(mein mann) hitzig, gleich einem wimmer hart
15, 83;
denn heist man in ein filz und wimmer
4, 70, 9 Keller;
daher der spruch:
die wimmer musz man mit keiln klieben,
ir lebtag sie sunst wimmer blieben
14, 232.
2)
ein ähnlicher hautauswuchs, 'eine warze, schwiele, blase, narbe von einer solchen', tirol. Schöpf; kärnt. Lexer; auch ein 'knochenauswuchs' Höfler krankheitsnamenbuch 805; besonders in der verkleinerungsform wimmerl, n., 'bläschen', s. u.: glückselig (das land), darin die hend der unterthanen angefüllt seind mit wimmern von wegen des pflugführens Albertinus der kriegsleut weckuhr (München 1601) 1, 1; vgl. auch Aventin gramm. D d 117.
3)
übertragen von steinen: solcher grober stöck und ungeschlachter wimmer hat es vil im gebirge Mathesius Sarepta 25ᵇ; auf felses wimmer H. Sachs 4, 192, 3 Keller; daher beim bergbau vom gestein die härteren theile, die ein besonders verworrenes gefüge zeigen Adelung, Hübner ztgs.-lex. ³¹ 4, 948ᵃ: die harten wimmer und mächtigen knauer Harsdörffer poet. trichter 3, 345.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 222, Z. 31.

wimmer2, st. m.

²wimmer, st. m.,
'winzer'; zu ²wimmen v.; mhd. wimmer, windemer; Diefenbach gloss. 620ᵃ; wümmer oder abläser der trauben Frisius 762ᵇ; kärnt. Lexer; bair. Schmeller 2, 912; auch wimmler zu wimmeln Schöpper syn. f viiᵈ: noch dennoch gab man zu Costentz einem wimmer 10 costentzer pfenning ze taglon Tschudi chron. Helv. 2, 117.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 222, Z. 73.

wimmer3, n.

³wimmer, n.,
'gewimmer'; zu ¹wimmern; mhd. wimmer n. Lexer:
wehclagen, wemmer, heiln und wein
Ayrer dram. 3226;
processus 684;
der armen leut geschrai unt wimmer
Melissus psalmen 36 neudr.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1916), Bd. XIV,II (1960), Sp. 223, Z. 4.

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Zitationshilfe
„wiemer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wiemer>.

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