Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wieseheie, m.

wieseheie, m.,
flurhüter, dem die aufsicht über die wiesen obliegt; s. heie 'hüter, schützer' teil 4, 2, sp. 813, eschheie teil 3, sp. 1142. selten bezeugtes und wohl nur in älterer zeit (bis ins 17. jh.) übliches wort. auch mundartl. kaum noch gebraucht: wishay Delling baier. id. 2, 207, als veraltet bei Fischer schwäb. 6, 893. zufrühest: praturarius wiseheio (13. jh.) ahd. gl. 3, 306, 62 St.-S.; literar. belege: es sol auch der amman setzen ainen wishaien ze ostran (1316) J. Grimm weist. 6, 293; wiszhain wiesenschütz (1342) bei Schmid schwäb. 268; alls des schetters hoff so man ainem hwetter eschhai wisshaii bestellt vnd hingelassen hat (1471) mon. Boica 18, 556; wishai (1616) Schmeller-Fr. bayer. 1, 1022.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1592, Z. 47.

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Zitationshilfe
„wieseheie“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wieseheie>.

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