Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wieselbalg, m.

wieselbalg, m.,
was wieselfell (s. d.); nach dem volksglauben als mittel gegen bestimmte krankheiten und schäden, insbes. gegen den wieselbisz (s. hdwb. d. dt. abergl. 9, 598): ein guttes vor dasz verschlagen. nimb zwiebel safft ... ein viertel von einem weiszen wieszel balch (16. jh.) Johann v. Groenrodt pferdearzneib. 153 Hung; nimb ... ein stuͤck von einem weissen wieselbalck, fein klein geschnitten M. Böhme roszartzney (1618) 27; wann den kuͤhen die euter geschwellen, beräuchere sie mit asanck, oder windwachs ... oder wiselbalg Hohberg georg. cur. (1682) 2, 282; mann nihmt einen wieselbalck, und reibet den theil wo ein mensch oder vieh nach der gemeinen sage angeblasen worden, alle täge 3 mal und bündet den balck darüber (1823) Husz aberglauben 5 John; im volk (wird) bei geschwulst ... der wieselbalg ... als das beste heilmittel empfohlen H. Insam das wiesel im volksglauben Südtirols, in: Germania (1940) 315ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1596, Z. 37.

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Zitationshilfe
„wieselbalg“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wieselbalg>.

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