Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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wieselchen1, n.

¹wieselchen, n.,
name für mergus albellus L., vom folgenden her übertragen (auch wieselente Steinbach dt. wb. [1734] 1, 342; wieselentchen Naumann naturgesch. d. vögel [1822] 12, 314; Brehm tierl. 6, 666 P.-L.; wieselkopf Naumann a. a. o.): das ist on zweyfel nit ein anderer vogel, so vom Georgio Fabricio ein wiselg (vom wiselin här) genennet ist, dann er mit dem roten kopff demselbigen gleich ist Heuszlin Gesners tierb. (1557) 45ᵇ; wieselchen wegen des rothen kopfes, eine art von groszen tauchern, und einerlei mit der eisz-ente, kähl und bauch ist weisz, die flügel schwarz Frisch t.-lat. (1741) 2, 447ᵃ; schlichtente, teucher, wieselchen Floericke Schlesien (1891) 61.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1596, Z. 69.

wieselchen2, n.

²wieselchen, n.,
dimin. zu wiesel, vgl. wieselein und die übersicht der ma.-formen beim grundwort; mnd. weselken; mundartl. u. a.: wêselkhe Fischer Samland 98; wêselken, weselken Schambach Göttingen 295ᵇ; weselke Stürenburg ostfries. 331ᵃ. lexikalisch: mustela weselchin weselchen, weselgin (15. jh., md.) Diefenbach gl. 373ᵃ; weselkijn (1477) G. v. d. Schueren teuthonista 495 Verdam. in eigentlicher verwendung: vnde desse alle schal men tellen to den vnuledighen (tieren). dat wesselken (var. weselken), de mues vnde de waterslanghe (mustela et mus et crocodilus) (Kölner bib., um 1478) nd. bibelfrühdr. 1, 590 Ising (Levit. 11, 29); der basilisck ... sey so gifftig vnd bös als er immer wölt, noch darff ihn das kleine wisselchin angreiffen Alberus v. basilisken zu Magdeburg (1552) D 2ᵇ; die thierger, so die caninger fangen, seindt keine wieszelger (1699) Elisabeth Charlotte v. Orleans br. (1676—1706) 164 Holland; die ildissen und wieselgen in sträuchern und hecken Fleming d. vollk. teutsche soldat (1726) vorber. 3; um den taubenschlag strich lautlos ein schlankes wieselchen (1859/60) W. Raabe s. w. I 3, 102; der mann, der einen ilk oder ein wieselchen erlegt, läszt ihn sich bestimmt ausstopfen H. Löns kraut und lot (²1911) 201. im vergleich: ich ... fragte ..., wie er denn dazu gekommen wäre sich für Julchen zu schlagen? ha! hier sah er so wacker aus wie ein wieselchen Hermes Sophiens reise (1769) 3, 279; de klö͏̂hn jungghe rennt all wî e wîselkhe Fischer Samland 241. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1597, Z. 8.

wieselchen3, n.

³wieselchen, n.,
pflanzenname für draba verna: witt weselken K. Schiller thier- u. kräuterb. (1861) 2, 34ᵃ; wiselchen luxemb. ma. 488.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1597, Z. 35.

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Zitationshilfe
„wieselchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wieselchen>.

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