Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wieselein, n.

wieselein, n.,
diminutiv zu wiesel (s. d.); für die verbreitung der mundartformen vgl. die übersicht beim grundwort. seit frühnhd. zeit neben diesem und ²wieselchen (s. d.) häufig bezeugt: sso lauscht das wesselyn oben ubir dem loch (auf die schlange) (1522) Luther 10, 1, 1, 563 W.; wilt du aber wiselin oder andere vergiffte thier ausz dem hausz treiben, so nim eisenkraut Gäbelkover artzneyb. (1596) 2, 304; (die Türken) haben in den schiffen katzen vnd wieselein die mäusz zu vertreiben Schweigger reyszbeschr. (1619) 101; wer hat das wieselin unterrichtet, dasz es rauten gebrauchen solle, wenn es mit der fledermausz ... kämpffen will? Grimmelshausen Simpl. 128 Scholte; ein wieselein, maus, oder sonst ein unreines thier M. I. Schmidt gesch. d. Deutschen (1778) 1, 582. im vergleich:
ihr sollt sie tanzen sehen
das traute Lisel mein!
sie hupft und kann sich drehen,
als wie ein wieselein
Schubart sämmtl. ged. (1825) 3, 45.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1597, Z. 38.

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Zitationshilfe
„wieselein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wieselein>.

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