Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

wieselfell, n.

wieselfell, n.,
wie wieselbalg (s. d.) in älterer volksmedizin gebraucht: gib ihme (dem schwein) das blut auff butter und brod in einem wieselfell ein Böhme viehbüchl. (1667) 77; ihre (der wiesel) bisse giftig sind, jedoch helfen hiervor die weissen wieselfelle, wenn man den laͤdirten ort fleiszig damit streichet oder verbindet allg. haush.-lex. (1749) 3, 725. als pelz- und fellart: wieselfell (kürschner) die herrschende farbe der gemeinen wiesel ist lichtbraun ... die rothen wieseln werden von den kürschnern verworfen; dahingegen macht er aus dem belze der weiszen futterkleider Jacobsson technol. wb. (1793) 8, 200ᵇ;
hiess sie setzen sich auf bison,
setzen sich auf wieselfelle
Freiligrath ges. dicht. (1870) 6, 174;
auch wiesel- und marderfelle, fuchshäute und rehdecken könne er brauchen Rosegger nixnutzig volk (1906) 35. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1960), Bd. XIV,I,II (1960), Sp. 1598, Z. 3.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
wiedertritt wildendivie
Zitationshilfe
„wieselfell“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/wieselfell>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)